Was ist optometrisches Visualtraining?

optometrisches Visualtraining fördert das Sehvermögen, die visuelle Ausdauer & Leistungsfähigkeit. Training ermöglicht die Behebung oder Verbesserung visueller Defizite.

Blicksprung-optometrisches Visualtraining-Alexandra Römer
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Es fördert das Sehvermögen, die visuelle Ausdauer und die allgemeine Leistungsfähigkeit

Funktionaloptometrie

90 % aller Sinneseindrücke erleben wir durch das Sehen.

Das Sehen ist ein sehr komplexer und komplizierter Vorgang, den ein Mensch im Laufe vieler Entwicklungsstufen Schritt für Schritt erlernen muss.
Das Sehen lässt sich nicht nur allein auf die Sehleistung (Visus) und die Dioptrienzahl des Auges reduzieren.

Es teilt sich in vier Bereiche, die nur im Zusammenspiel die gesamte visuelle
Wahrnehmung darstellen; diese Teilbereiche bestehen aus:

  1. – Augenbewegungen (Okulomotorik)
  2. – Beidäugigkeit (Binokularität)
  3. – Scharfstellung (Akkommodation)
  4. – Wahrnehmung (Visualisation)

Die vier Kreise von Skeffington

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Die vier Kreise von Skeffington

Wie wird trainiert?

Durch gründliche optometrische Mess-und Prüfverfahren können visuelle Funktionsstörungen oder Wahrnehmungsdefizite in ein oder mehreren Kreisen aufgedeckt werden.
Ein spezieller Trainingsplan ermöglicht die Behebung oder Verbesserung dieser visuellen Defizite nach einem Zeitraum von 6 bis 10 Monaten.
Zu jedem Kreis sollte jeweils eine Übung am Tag durchgeführt werden.
Ein Grundprogramm besteht somit aus vier Übungen pro Tag für eine Dauer von
max. 15 bis 20 Minuten.

  • Durch ein optometrisches Visualtraining werden die funktionellen und physischen / psychischen Fähigkeiten eines Menschen gestärkt.
  • Die visuelle Leistungsfähigkeit, Konzentration und Belastbarkeit wird verbessert.

Weitere Informationen über die Wirksamkeit des Trainings

Was ist Funktionaloptometrie

Die Funktionaloptometrie beschäftigt sich mit „Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines falschen Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten und zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen können“ (Definition nach WVAO, Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie). Die Funktionaloptometrie ist als Teildisziplin in die Fachbereiche der Augenoptik und Optometrie integriert und versteht sich selbst als Fachwissenschaft[1]. In den USA, dem Ursprungsland der Funktionaloptometrie, wird der Begriff der Verhaltensoptometriesynonym verwendet.

Die Funktionaloptometrie geht davon aus, dass visuelle Probleme nicht immer durch ein Eingreifen an einer einzigen Stelle gelöst werden können (z. B. durch die Verordnung einer Brille), sondern es müsse vielmehr das Sehverhalten insgesamt geändert werden (z. B. die Ergonomie, Beleuchtung, Arbeitsablauf etc.).

Die Qualität optischer Reizwahrnehmung und -verarbeitung (Sehen) kann nur unvollständig durch die Beurteilung einzelner Eigenschaften (zum Beispiel der Sehschärfe) erfasst werden, wobei die Leistungsfähigkeit des visuellen Systems zudem durch Umgebung, individuelle Verhaltensweisen und erlernte Reaktionsmuster beeinflusst werden kann.

Die Funktionaloptometrie geht davon aus, dass mit zunehmender Entfernung unserer Lebensweise vom natürlichen Ursprung, also von der Kontinuität unserer Entwicklungsgeschichte, unsere Wahrnehmung immer weniger in der gewohnten Weise fehlerfrei funktionieren würde. Die Entwicklung der Wahrnehmung beim Kind in einer Großstadtwohnung sei so grundlegend anders als noch vor wenigen Generationen, dass viele Entwicklungsstufen gar nicht mehr in der gewohnten Weise stattfänden.

In Einzelfällen kann das Zusammentreffen verschiedener negativer Faktoren zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen. Dazu gehören unter anderem Anstrengungsbeschwerden (Asthenopie), Kopfschmerz, gerötete Augen, Lese-Rechtschreib-Schwächen (auch als visuelle Komponente bei Legasthenie), Ermüdungserscheinungen am Bildschirmarbeitsplatz, u. v. m. Aus diesen Annahmen und Erkenntnissen heraus hat sich die Funktionaloptometrie (Verhaltensoptometrie) entwickelt. Sie ist in den USA Bestandteil des Universitätsstudiums zum Optometrist.

Kernstück der Funktionaloptometrie ist die Visuelle Analyse, bei der mit Hilfe der Krankengeschichte (Anamnese), zahlreicher Funktionstests (z. B. Qualität der FolgebewegungenBlicksprüngeKonvergenznahpunkt, van-Orden-Stern etc.) und einer langen Messreihe (sog. 21-Punkte-Messung-OEP) ein umfassender Überblick über die visuelle Situation des Klienten erzielt würde. Daraus lasse sich ableiten, an welchen Stellen das visuelle System ineffektiv arbeite und ob es gegebenenfalls trainiert werden könne (Visualtraining).

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Lasse Schwarten
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Martin P.
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Frau Römer hat mir bei geholfen meine Kopfschmerzen und den "Tunnelblick" loszuwerden, verursacht durch meine oft lange und hochkonzentrierte Arbeit vor dem Computer.

matomo